Greenwashing bedeutet Schönfärberei. Unternehmen oder Produkte werden ökologischer oder sozialer dargestellt als sie es tatsächlich sind. Nachhaltigkeit und Ökologie liegen gerade im Trend, das bedeutet auch für Greenwashing Hochkonjunktur © ZDF und Dunja Keuper

"WissenHoch2" mit einer Wissenschaftsdoku über "Greenwashing" und "scobel – Leben mit dem Klimawandel"

Ein grünes Image wird für Unternehmen immer wichtiger. Firmen preisen ihre Dienstleistungen und Waren als ökologisch und fair an. Dient dies wirklich der Umwelt – oder ist das bloße Augenwischerei? "WissenHoch2" beschäftigt sich am Donnerstag, 24. September 2020, in der Wissenschaftsdokumentation "Greenwashing: Konsum gegen den Klimawandel?" mit diesem Thema. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen über "Leben mit dem Klimawandel". Erstausstrahlungen.

WissenHoch2
ab
Do 24. Sep
20:15 Uhr
Erstausstrahlungen

Grüne Werbung spricht im Menschen den Urinstinkt "Natur" an, Botschaften wie "ökologisch" oder "regional" gelangen direkt ins Unterbewusstsein. Unternehmen wollen mit dem Umweltbewusstsein der Verbraucher den Umsatz steigern. Aber steckt hinter dem grünen Versprechen ein echter Bewusstseinswandel hin zur Nachhaltigkeit – oder nur gutes Marketing? Siegel sollen belegen, dass Produkte nachhaltig produziert werden, indem für ihre Herstellung besondere Umweltstandards beachtet werden. Doch die Produktsiegel selbst stellen ein Problem dar: International sind rund 260 gelistet, in Deutschland kommen noch regionale und Industrie-eigene Siegel hinzu. Und nur wenige von ihnen sind glaubwürdig oder haben nachvollziehbare Kriterien. Die Dokumentation "Greenwashing: Konsum gegen den Klimawandel?" von Dunja Keuper zeigt anhand von Beispielen aus den Branchen Textil, Lebensmittel, Reisen, Logistik und Finanzen, wie weitverbreitet Greenwashing ist; Neurowissenschaftler, Nachhaltigkeitsforscher, Wirtschaftsethiker und Vertreter verschiedener Verbraucherorganisationen analysieren die Situation. Neben zahlreichen Beispielen für Greenwashing stellt die Autorin auch Unternehmen vor, die wirklich ökologisch handeln.

Im Anschluss, um 21.00 Uhr, folgt die Sendung "scobel – Leben mit dem Klimawandel". Wir werden künftig mit drastischen Veränderungen leben müssen, weil erstens der Klimawandel längst stattfindet. Und zweitens, weil dadurch schon Prozesse in Gang gesetzt wurden, die das Ganze in Zukunft noch weiter beschleunigen werden. Und drittens, weil es weltweit seit Jahrzehnten so gut wie keine ernsthaften Bemühungen gibt, irgendetwas grundlegend zu ändern. Das klingt sehr unangenehm und verhängnisvoll, aber diese Haltung macht den Geist frei für eine sehr pragmatische Sicht auf den Klimawandel: Wie können wir uns bestmöglich mit dem Klimawandel arrangieren – etwa indem wir uns einrichten in den heißen Klimazonen mit vermehrten Dürren, sinkenden Wasserspiegeln, heftigen Waldbränden, Stürmen und Überschwemmungen? Das wird nicht nur sehr teuer, sondern bedeutet für viele Menschen vielleicht auch, ihre Heimat verlassen zu müssen und alles zu verlieren. Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen darüber, wie und wo wir in Zeiten des fortgeschrittenen Klimawandels leben werden.

 

 

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Beide Sendungen sind ab Sendedatum 5 Jahre in der 3sat-Mediathek abrufbar.

 

In 3sat steht mit "WissenHoch2" der Donnerstagabend im Zeichen der Wissenschaft: Um 20.15 Uhr beleuchtet die Dokumentation relevante Fragen aus Natur- und Geisteswissenschaften, Kultur und Technik. Und im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen zum Thema.

 

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 22. Juli 2020
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