Die Dokumentarfilmzeit im März

Immer montags um 22.25 Uhr mit Filmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Im März präsentiert 3sat in seiner Dokumentarfilmzeit die Filme Hissa Hilal - eine Stimme hinter dem Schleier, Pawlenski - Der Mensch und die Macht und Die Wiesenberger.

3satDokumentarfilmzeit
ab
Mo 11. Mär
22:25 Uhr

Sie darf nichts ohne Zustimmung ihres Mannes: nicht Auto fahren, nicht reisen, nicht arbeiten. Ihre Waffe ist das Wort. Hissa Hilal ist Schriftstellerin und drückt so seit ihrer Jugend aus, was sie denkt. Ihre Gedichte und Geschichten veröffentlicht sie unter dem Pseudonym "Remia". Mit der Teilnahme an der arabischen Fernsehshow "Million's Poet" in Abu Dhabi, die den weltweit höchst dotierten Literaturpreis verleiht, eröffnet sich ihr unerwartet eine unglaubliche Chance. Bald schon macht sie in den arabischen und westlichen Medien Schlagzeilen, denn ihre Gedichte kritisieren die patriarchale arabische Gesellschaft und attackieren einen berüchtigten Saudi-Geistlichen für seine extremistischen Fatwas. Der Film feierte seine Weltpremiere auf dem Locarno Film Festival im August 2017. 3sat zeigt Hissa Hilal - eine Stimme hinter dem Schleier (Deutschland 2017) von Stefanie Brockhaus und Andreas Wolff am Montag, 11. März, um 22.25 Uhr.

 

Am Montag, 18. März, 22.25 Uhr, folgt der Dokumentarfilm Pawlenski - Der Mensch und die Macht (Deutschland 2016) von Irene Langemann. Mit seinen Aktionen erregt der russische Politkünstler Pjotr Pawlenski international Aufsehen: Er näht sich den Mund zu, schneidet sich ein Ohrläppchen ab, wickelt sich in Stacheldraht. Erste Versuche, den Künstler anzuklagen, verlaufen im Sand. Schließlich wird ein Gerichtsprozess wegen Vandalismus gegen ihn eingeleitet. Irene Langemann begleitete Pjotr Pawlenski in Freiheit und während seiner Zeit in Haft. Mithilfe der Originalprotokolle von Gerichtsverhandlungen sind der Autorin entblößende und auch immer wieder amüsant-groteske Szenen gelungen, die den Kampf "Kunst gegen Staatsmacht" bebildern. Ihr Dokumentarfilm gibt tiefe Einblicke in ein Russland, das sich nicht zum Schweigen verurteilen lässt.

 

20 Jahren lang pflegte die Jodlergruppe "Die Wiesenberger" dieselben Rituale. Dann stand ihre Welt Kopf, ihre CDs stürmten die Hitparaden, und sie wurden mit Konzertanfragen überhäuft. Die Dokumentarfilmer Bernard Weber und Martin Schilt haben zwei Jahre lang den märchenhaften Aufstieg der Wiesenberger Jodler mitverfolgt. Eine abenteuerliche Reise von kleinen Sälen bis zu großen Showbühnen. Das verführerische Angebot, 2010 auf der Weltausstellung in Shanghai aufzutreten, wird dabei zur Zerreißprobe. 3sat zeigt Die Wiesenberger (Schweiz 2011) am Montag 25. März, um 22.25 Uhr.

 

Fotos zu allen Filmen der Dokumentarfilmzeit finden Sie hier.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 21. Januar 2019
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