Gelsomina (Giulietta Masina) wurde vom Schausteller Zampano "gekauft". Seitdem zieht sie mit ihm durch die Lande © ZDF/Ponti/De Laurentiis

Film und Doku zum 100. Geburtstag des Regisseurs Federico Fellini

Mit Fellinis Meisterwerk "La Strada - Das Lied der Straße" und dem Dokumentarfilm "Auf den Spuren Fellinis"

Der italienische Regisseur Federico Fellini, einer der wichtigsten Autorenfilmer des 20. Jahrhunderts, wäre am 20. Januar 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigt 3sat am Samstag, 18. Januar, um 20.15 Uhr Fellinis preisgekröntes Melodram "La Strada - Das Lied der Straße" (Italien 1954 ) sowie im Anschluss, um 22.00 Uhr, den Dokumentarfilm "Auf den Spuren Fellinis" (Schweiz 2013) von Gérald Morin.

Film
ab
Sa 18. Jan
20:15 Uhr

Der Gaukler Zampano (Anthony Quinn) führt ein armseliges Wanderleben. Eines Tages kauft er für 10 000 Lire die einfältige Gelsomina (Giulietta Masina) ihrer Mutter ab. Gelsomina muss für ihn kochen und waschen und den Pausen-Clown spielen, wenn er in Dörfern und Kleinstädten als Kettensprenger auftritt. Gelsominas schüchterne Versuche, ihm näher zu kommen, sind vergeblich. In einem kleinen Zirkus begegnen die beiden dem Seiltänzer Il Matto, der auf Gelsomina einzugehen weiß. Als Zampano den ihm verhassten Artisten bei einer Schlägerei tötet, bekommt Gelsomina einen Schock. Ihr ständiges wehklagendes Geschrei wird Zampano lästig, sodass er sie bald sitzen lässt.  Federico Fellini (1920-1993) beschäftigte sich jahrelang mit der Idee zu diesem Film um eine Frau und einen Mann, die gegensätzlicher nicht sein können, ehe er Produzenten für sein Projekt fand. An der Seite von Anthony Quinn spielt Fellinis Frau Giulietta Masina die Rolle ihres Lebens. "La Strada" wurde ein Welterfolg und mit Preisen überschüttet, unter anderem mit einem Oscar für den besten fremdsprachigen Film.

 

 

Im Anschluss, um 22.00 Uhr, zeigt 3sat den Dokumentarfilm "Auf den Spuren Fellinis" von Gérald Morin. Federico Fellinis ehemaliger Assistent, kehrt auf den Spuren des großen Filmemachers und fünffachen Oscar-Preisträgers zurück in Roms Cinecittà. Ein jeder hat seine eigenen Erinnerungen an Federico Fellini. Mit den wichtigsten Mitarbeitern Fellinis spricht Morin über Vorlieben und Marotten des großen Regisseurs und über das goldene Zeitalter des italienischen Kinos. Umfangreiches Archivmaterial zeigt die unkonventionelle Arbeitsweise Fellinis von der Idee bis zum fertigen Film. Fellini war ein Regisseur, der wie kein anderer Träume und Ideen in unverwechselbare, poetische, fantastische Filme umsetzte. Mit Filmen wie "La Strada - Das Lied der Straße", "Das süße Leben", "Achteinhalb", "Amarcord", "Casanova" und "Fellinis Schiff der Träume" setzte er neue Maßstäbe. Seinem ehemaligen Assistenten, Gérald Morin, ist es in seinem Dokumentarfilm gelungen, die vielen Facetten Fellinis einzufangen. Noch einmal lässt er das Publikum an einer Zeit des Kinos teilhaben, wie sie heute nicht mehr existiert.

 

Fotos zum Film und Dokumentarfilm finden Sie hier.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 03. Januar 2020
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