Der alternder Professor (Burt Lancaster) ist dem jungen Konrad erst eine Stütze, als es für diesen schon zu spät ist © ZDF/Mario Tursi

Gewalt und Leidenschaft

Italienischer Spielfilm von Luchino Visconti aus dem Jahr 1974 mit Burt Lancaster, Helmut Berger und Silvana Mangano

Ein Filmabend zum 75. Geburtstag von Helmut Berger: Am Samstag, 25. Mai, um 20.15 Uhr, zeigt 3sat den neuen Dokumentarfilm "Helmut Berger, meine Mutter und ich" von Valesca Peters und im Anschluss um 21.35 Uhr Luchino Viscontis "Gewalt und Leidenschaft" mit Helmut Berger an der Seite von Burt Lancaster.

 

Film
Sa 25. Mai
21:35 Uhr

Ein pensionierter Professor (Burt Lancaster) hat sich zwischen Büchern und Kunst in seinem römischen Palazzo vergraben. Doch mit dem Einzug der leichtlebigen Marchesa Brumonti (Silvana Mangano) kehrt Leben in das Haus ein. Gegen seinen Willen wird der Professor unversehens in Affären und Auseinandersetzungen verwickelt. Auch fasziniert ihn zunehmend der junge Liebhaber der Marchesa, Konrad (Helmut Berger), der in all seiner Leichtlebigkeit von einer tiefen Traurigkeit gezeichnet scheint.

 

In seinem preisgekrönten Alterswerk inszeniert Luchino Visconti meisterhaft den Zusammenprall gegensätzlicher Milieus, dem des alten und des neuen Geldes im Italien der 1970er-Jahre.

 

Bereits um 20.15 Uhr zeigt 3sat den neuen Dokumentarfilm "Helmut Berger, meine Mutter und ich" von Valesca Peters: Helmut Berger spielte für Luchino Visconti in "Die Verdammten", "Ludwig II." und "Gewalt und Leidenschaft". Visconti war sein Regisseur und Geliebter. Nach dessen Tod 1976 folgten Skandale, Drogen- und Alkoholexzesse. 2012 landete Berger sichtlich derangiert bei Markus Lanz und ein Jahr später im Dschungelcamp. Doch dann nahm sich eine resolute Niedersächsin, die Mutter der Filmemacherin, des Herrn Berger an. Über Monate gab sie ihm Halt, verhängte Alkoholverbot und gab ihm medizinische Betreuung, bis das Idyll im Streit zerbrach. Dennoch ist es eine Erfolgs- und teilweise auch Genesungsgeschichte, die Nachwuchsfilmemacherin Valesca Peters mit der Kamera begleiten konnte - zwischen Starallüren und Allltag.

 

Fotos zu beiden Filmen finden Sie hier.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 09. April 2019
Das könnte Sie auch interessieren