Ajatollah Ali Chamenei, oberster Führer des Iran, hier bei einer Veranstaltung anläßlich des 41. Jahrestages der Islamischen Revolution © dpa

makro: Machtpoker um Iran

Das 3sat-Wirtschaftsmagazin über die Lage im Iran

Iran steckt tief in der Wirtschaftskrise. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung wächst - vor allem als Folge der US-Sanktionen. "makro" fragt in seiner Live-Sendung "Machtpoker um Iran" am Freitag, 14. Februar, um 21.00 Uhr, welche Rolle die Bundesrepublik dabei spielt. Die Sendung wird moderiert von Eva Schmidt.

Wissen
Fr 14. Feb
21:00 Uhr
Erstausstrahlung

Nach der Tötung von General Soleimani hat sich der Konflikt zwischen Iran und den USA zugespitzt. Das bekommt auch die Wirtschaft zu spüren. Noch verdient der Iran am Ölexport, allerdings sind die Liefereinschnitte deutlich spürbar. Und die Sorge nimmt zu, der Iran könnte mit gezielten Aktionen den weltweiten Öltransport beeinträchtigen. 

Die deutsch-iranischen Handelsbeziehungen leiden unter den schweren Wirtschaftssanktionen der USA. Von 120 deutschen Unternehmen, die im Iran aktiv waren, sind nur noch 60 im Land. Deutschland ist für den Iran der drittwichtigste Handelspartner nach China und Japan. Die Wirtschaftshilfen aus Russland und China zeigen bisher wenig Wirkung.

Reichere Iraner retten ihr Kapital nach Dubai und in die Türkei: Zusammen mit Investoren aus dem Irak sind Iraner die größten Kunden auf dem türkischen Immobilienmarkt. Wegen der US-Sanktionen und des unsicheren Banken- und Finanzsektors im Land schaufelt der iranische Mittelstand seine Ersparnisse ins Ausland und investiert vor allem in Immobilien in der Türkei. Was Firmengründungen in der Türkei angeht, liegen Iraner jetzt sogar noch vor den Deutschen auf Platz eins.

In der iranischen Provinz Khustestan sorgten Überflutungen und Schäden an den Abwasserkanälen für chaotische Zustände und für Unmut in der Bevölkerung. Dies war auch Anlass für Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten während der Massendemonstrationen Ende 2019 im Iran. In der Provinzhauptstadt Ahvaz und anderen Orten gab es zahlreiche Tote. Die Regierung dagegen spricht von ausländischer Sabotage.  

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Maja Tripkovic
tripkovic.mwhatever@3sat.de
Mainz, 27. Januar 2020
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