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makro: Rohstoffquelle Müll

Wie können wir unseren Müll besser verwerten?

Deutschland sieht sich als Vorreiter beim Müllrecycling. Doch die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist groß. Wenn es um Müll geht, verlagern die Deutschen ihr Problem gerne ins Ausland. In der Sendung "makro: Rohstoffquelle Müll" fragt das 3sat-Wirtschaftsmagazin am Dienstag, 11. Mai 2021, um 22.30 Uhr in Erstausstrahlung, wie Recycling gut funktionieren kann.

Wissen
Di 11. Mai
22:30 Uhr
Erstausstrahlung

Trotz des guten Rufes als "Recyclingweltmeister", den Deutschland teils zu Unrecht trägt, gibt es noch viel Nachholbedarf bei dem Thema. Wenn es um Müll geht, wird oft nach dem Motto verfahren "aus den Augen – aus dem Sinn" und das Problem ins Ausland verlagert. Bis vor Kurzem wurde vor allem Plastikmüll nach China verschifft. Nach einem Importstopp des asiatischen Landes geht er nun verstärkt nach Ost-Europa. Dabei stecken im Müll eine Menge wertvoller Rohstoffe, die so verschwendet werden. Kreislaufwirtschaft sieht anders aus. Doch nicht nur beim Plastik könnte man noch erheblich nachbessern. Auch aus alten Autos wäre noch einiges herauszuholen. In ihnen schlummern wertvolle Rohstoffe, die immer knapper werden. Das Problem: nur ein Teil der alten Autos kommt bei den Recyclinghöfen an. Das meiste wandert ins Ausland oder landet auf illegalen Autofriedhöfen. 

"makro" fragt: "Wer trägt die Verantwortung für diesen wenig nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen?" Deutschland führte einst als erstes Land ein System zur Wiederverwertung von Verpackungen ein. Heute laufen uns europäische Nachbarländer wie die Niederlande den Rang ab.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Maja Tripkovic
tripkovic.mwhatever@3sat.de
Mainz, 10. Mai 2021