Auch eine Möglichkeit, den Rhein zu erkunden: Trecking mit Packziegen (c) ZDF und SRF, Moritz Schwarz

Schweizer Flussgeschichten: Rhein, Inn, Rhône und Ticino

Vierteilige Dokumentationsreihe aus der Schweiz

Die Dokumentationsreihe "Schweizer Flussgeschichten" reist in vier Folgen entlang der Ufer von Rhein, Inn, Rhône und Ticino und stellt Land und Leute vor. Montags, ab 2. Dezember, 20.15 Uhr, in Doppelfolgen (Erstausstrahlungen).

Dokumentationen
ab
Mo 02. Dez
20:15 Uhr
Erstausstrahlungen

2. Dezember, 20.15 Uhr
Schweizer Flussgeschichten – Am Rhein

375 Flusskilometer lang windet sich der mächtigste Strom der Schweiz durch das Land, eingerahmt von beeindruckenden Bergpanoramen, wilder Natur, atemberaubenden Landschaften und historischen Städten. Flankiert von einer stattlichen Reihe Dreitausender liegt der Tomasee, der offiziell als Rheinanfang gilt. Drei Wochen wird das Wasser, das von dort über eine Felskante ins Vorderrheintal stürzt, brauchen und 2000 Meter Höhenunterschied überwinden, bevor es in Holland ins Meer fließt. Hier, am Tomasee kämpft Anita Mazetta dafür, dem jungen Rhein seine Wildheit wiederzugeben, denn seine wertvolle Energie wird ihm schon wenige Meter nach seinem Beginn abgezapft. Einige Quellflusskilometer weiter schlummern im Flussbett noch ganz andere Schätze: Rheingold. An jedem Wochenende leitet "Gold-Gusti", wie August Brändle sich nennt, Scharen von Glücksrittern an. Seine Expertise ist gefragt, schließlich hat er einst einen beeindruckenden Klumpen des Edelmetalls aus dem Flussschotter geschürft.

 

2. Dezember, 21.00 Uhr
Schweizer Flussgeschichten – Am Inn

Hoch oben auf 2484 Metern entspringt einer der längsten und mächtigsten Alpenflüsse: der Inn. Auf seiner Reise durch die Schweiz schlängelt er sich im Oberengadin durch glasklare Seen und ein weites Tal, im Unterengadin durch steile, tiefe Schluchten. Oberhalb des Lunghinsees fließt der Inn etwa 100 Kilometer durch die Schweiz, danach durch Österreich. In Passau mündet er in die Donau, bevor er nach dem Durchfluss weiterer Länder schließlich ins Schwarze Meer mündet. In den Albula-Alpen, im Engadin, entspringt der Inn. Am Silvaplanersee hält Fotograf Daniel Meuli mit seiner selbst gebauten Camera Obscura die Schönheit der Natur fest, und im Unterengadin kocht Küchenchef und Hotelbesitzer René Stoye vornehmlich mit Zutaten aus dem Tal.

 

9. Dezember, 20.15 Uhr
Schweizer Flussgeschichten – An der Rhône

Auf 2208 Metern Höhe entspringt der wasserreichste Strom der Schweiz: die Rhône. Sie fließt vom Rhônegletscher 264 Kilometer durch die Schweiz, bevor sie in Frankreich ins Mittelmeer mündet. Eingebettet in eine atemberaubende Landschaft schlängelt sie sich durch das Wallis. Wo sie frei fließen darf, besticht die Rhône mit ihrer wilden Schönheit und einer überraschend reichhaltigen Pflanzen- und Tierwelt. Im Naturschutzgebiet Pfynwald kann sich der einst eingedämmte Fluss in all seiner Pracht entfalten. Der Biologe Pierre-Alain Oggier stellt verschiedene Lebensräume mit einer faszinierenden Biodiversität, die hier wieder entstanden ist, vor. René Schnyder sorgt mit seinen Schwarznasenschafen für den Erhalt der Almwiesen auf der Bachalpe.

 

9. Dezember, 21.00 Uhr
Schweizer Flussgeschichten – Am Ticino

91 Kilometer fließt der Ticino von der schroffen Bergwelt des Bedretto-Tals über die Magadino-Ebene bis in den palmengesäumten Lago Maggiore. Dabei überwindet der Ticino, auf Deutsch Tessin, 2000 Höhenmeter, durchquert Gletscher, Schluchten, romantische Täler und das größte Feuchtwassergebiet der Schweiz, die Bolle di Magadino. Wie der Rhein und die Rhône entspringt auch der Ticino im Gotthardmassiv - am Nufenenpass, dem mit 2478 Metern höchsten innerschweizerischen Alpenübergang. Etwas unterhalb der Passhöhe liegt das Quellgebiet des Stroms. Das schroffe Terrain ist eines der Lieblingsmotive des Naturfotografen Werner Morelli. Auf seiner Reise entlang des Flusses erzählt der Film von Canyoning-Profis, die sich an Seil und Haken in tiefe Schluchten stürzen, von Naturschützern, die sich um das Wohl von Wölfen kümmern sowie vom einzigen Reisanbauer der Schweiz.

 

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ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 13. November 2019
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