Die Kunstdetektive bei der Rekonstruktion von Rembrandts "Jeremia trauert um die Zerstörung Jerusalems" (1630). (c) ZDF und Marc Pos

Sechs neue Folgen von "Das Geheimnis der Meister"

Kunstdetektive rekonstruieren Meisterwerke von Rembrandt über Turner bis Monet

Warum fesselt der Blick des Mädchens mit dem Perlenohrring von Jan Vermeer seit Jahrhunderten? Und wodurch entsteht die suggestive Kraft im Werk von Hieronymus Bosch? In "Das Geheimnis der Meister" erforscht 3sat die berühmtesten Werke von Künstlern – von der Renaissance bis zur Moderne. Eine kleine Expertengruppe geht den Umständen der Entstehung von Meisterwerken und ihrer Machart nach, recherchiert Hintergründe und bildet die Werke originalgetreu nach. 3sat zeigt sechs neue Folgen und vier Wiederholungen der Reihe: von Montag, 21. bis Mittwoch 23. Dezember 2020 sowie von Samstag, 2. bis Freitag, 8. Januar 2021, jeweils gegen 19.15 Uhr. Mit Erstausstrahlungen.

Dokumentationen
ab
Mo 21. Dez
19:15 Uhr
bis
Fr 08. Jan
19:20 Uhr
Erstausstrahlungen

Um den Geheimnissen auf die Spur zu kommen, rekonstruiert ein Expertenteam, bestehend aus Kunstmalerin Charlotte Caspers, Materialwissenschaftler Joris Dik, Zimmermann Berd Visscher, Restaurator Michel van de Laar und Künstler und Teamleiter Jasper Krabbé in jeder Folge ein bedeutendes Werk der Kunstgeschichte – bis ins kleinste Detail und in einer Zeit von gerade einmal fünf Wochen. Für die detektivische Suche nach der perfekten Nachbildung begeben sich die Fachleute zu Händlern historischer und giftiger Farben, zu Glasbläsern und anderen Experten sowie in verstaubte Archive. Die Reihe begleitet die spannendende Entstehung von Kopien kunsthistorischer Meisterwerke, bei der man neu entdeckt, was man zu kennen glaubt.

 

Den Auftakt macht am Montag, 21. Dezember 2020, 19.15 Uhr, Hieronymus Bosch. Warum hat er besonders schnell gemalt, woran erkennt man den Mut des Meisters, dessen Werke auch heute noch beeindrucken?

Die nächste Folge, am Dienstag, 22. Dezember 2020, 19.20 Uhr, widmet sich Vermeers "Mädchen mit dem Perlenohrgehänge" und geht der Frage nach, wie es der Maler geschafft hat, dass uns der Blick des Mädchens seit Jahrhunderten fesselt.

Am Mittwoch, 23. Dezember 2020, 19.20 Uhr, geht es um Rembrandts "Jeremia trauert um die Zerstörung Jerusalems" von 1630 (Erstausstrahlung). Das Bild berührt durch den besonderen Ausdruck der Wehmut, die der alte Prophet vermittelt. Als Modell soll Rembrandts Vater gedient haben. Wie genau Rembrandt dieses Kunstwerk gelingen konnte und auf welche Details es besonders ankommt, erforschen Experten aus Amsterdam.

Am Samstag, 2. Januar 2021, 19.20 Uhr, geht es mit der Erstausstrahlung von "Das Geheimnis der Meister – Claude Monet" weiter. Im Fokus steht das Werk "Ansicht von Kromme Waal" aus dem Jahr 1874. Das Werk zeigt die Straße vom Wasser aus. Von wo und wie hat Monet das gemalt? Das Team von Künstlern, Handwerkern und Wissenschaftlern will das Besondere des Ortes nachempfinden, für ihre Skizzen steigen eine Experten ins Boot.

Am Sonntag, 3. Januar 2021, 19.10 Uhr, gehen die niederländischen Kunstdetektive diesmal dem Geheimnis des Meisters von Licht und Schatten William Turner auf den Grund gehen und mit "Wolken über Wasser" (1840) (Erstausstrahlung). Wie ist dem "britischen Rembrandt" sein Meisterwerk "Wolken und Wasser" 1840 gelungen? Die lichterfüllte Szene am Meer lässt einen die Kraft der Elemente spüren. In Turners Atelier hat es hineingeregnet, die Leinwände wurden feucht. All das muss bei der Rekonstruktion berücksichtigt werden.

Am Montag, 4. Januar 2021, 19.20 Uhr, folgt mit "Das Geheimnis der Meister – Carel Willink" ebenfalls eine Erstausstrahlung. In "Porträt von Wilma" (1938) stellte Willinks seine zweite Ehefrau dar, die er als seine "wichtigste Muse" bezeichnete. Das niederländische Expertenteam ist der altmeisterlichen Kunst des modernen Malers auf der Spur und bekommt sogar Zugang zu seinem kompletten Atelier.

Niederländischer Künstler in Paris, Star der Salons, Freund von Pablo Picasso und Vertreter der "Wilden", der "Fauves": Das Expertenteam begibt sich auf die Spuren von Kees van Dongen (Dienstag 5. Januar 2021, 19.20 Uhr, Erstausstrahlung). Die Kunstdetektive wollen eines seiner schönsten Frauenporträts rekonstruieren: "Finger an der Wange" (1910). Auf den ersten Blick wirkt das Bild einfach, aber es ist komplex aufgebaut. Am Schwierigsten ist es, den verträumten Blick der Porträtierten einzufangen.

Am Mittwoch, 6. Januar, 2021, 19.20 Uhr, folgt mit Georg Hendrik Breitners "Mädchen im Kimono" (1895) aus einer berühmten Serie von Kimono-Mädchen eine weitere Erstausstrahlung. Der bedeutendste Vertreter des Amsterdamer Impressionismus verstand sich als Volksmaler, seine Modelle suchte er in den Armenvierteln der Stadt. Breitner war aber nicht nur Maler, sondern auch einer der ersten Fotografen in Amsterdam. Welche Rolle spielte die Fotografie für Breitners spätere Gemälde?

Am Donnerstag, 7. Januar 2021, 19.20 Uhr, zeigt 3sat "Das Geheimnis der Meister - Van Gogh". In dieser Folge spüren die Experten anhand eines Selbstbildnisses dem vibrierenden Licht des Südens nach, den wilden Strichen des Meisters Vincent van Gogh. Ein Computertrick zeigt das Selbstporträt als eine Fotografie des Meisters. Selbst die brutale Zerstörung des Gemäldes durch Messerschnitte eines psychisch Gestörten wiederholen die Meisterdetektive, um das Bild originalgetreu zu rekonstruieren.

In der letzten Folge am 8. Januar 2021, 19.20 Uhr, geht es um Piet Mondrian. An seinem Werk "Victory Boogie Woogie", auch die "Nachtwache des 20. Jahrhunderts" genannt, hat Mondrian in den 1940er-Jahren bis kurz vor seinem Tod zwei Jahre lang in New York gearbeitet. Sein letztes Werk ist auch sein berühmtestes, auch wenn er es nicht vollenden konnte. Die Recherchen der Kunstdetektive führen bis in kleine New Yorker Krämerläden. 

 

Die Sendungen sind bis 31. Dezember 2022 in der 3satMediathek abrufbar.

 

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ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 16. November 2020
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