Steven Bauer spielte an der Seite von Al Pacino in "Scarface" © ZDF/Björn Schneider

Steven Bauer spricht über seinen Schauspielkollegen Al Pacino in der Doku "Al Pacino - Star wider Willen"

Film von Lukas Hoffmann

Al Pacino ist eine Ikone Hollywoods. Er gilt als einer der besten Schauspieler unserer Zeit. Herausragend als Charakterdarsteller und unvergessen als Mafioso in "Scarface" und in "Der Pate". "Al Pacino – Star wider Willen" ist eine Reise zu den Stationen in Pacinos Leben: die South Bronx, wo er aufwächst, das Actors Studio, wo er die hohe Kunst des "Method Acting" erlernt, und schließlich Hollywood, wo er den Sprung auf die Leinwand schafft. 3sat zeigt die Dokumentation von Lukas Hoffmann am Samstag, 25. April, um 22.10 Uhr, zum 80. Geburtstag des US-amerikanischen Schauspielers, Filmregisseurs und Filmproduzenten. Eine Erstausstrahlung.

Dokumentation
Sa 25. Apr
22:10 Uhr
Erstausstrahlung

New York, seiner Heimatstadt, ist er bis heute treu geblieben. Dort wird er 1940, als Alfredo James Pacino, Sohn italienischer Einwanderer, geboren. Der Vater Salvatore verlässt die Familie, als Al gerade mal zwei Jahre alt ist. Er wächst bei seiner Mutter Rose und den sizilianischen Großeltern auf, in der rauen South Bronx. In der Schule ist er ein Außenseiter. Das Schauspielen wird für ihn zu seiner Überlebensstrategie, die Bühne und das Theater ziehen ihn magisch an. Als Al Pacino am Broadway erste Erfolge feiert, zeigen auch die ersten Filmregisseure Interesse an seinem außergewöhnlichen Schauspieltalent. Im fernen Hollywood ist Al Pacino jedoch Anfang der 1970er-Jahre noch ein Underdog, unbekannt und auch ungewollt. Bei der Besetzung für die Rolle des Michael Corleone für "Der Pate" (1972) ist die Studioleitung entschieden gegen Al Pacino. Er sei zu schüchtern, Robert Redford und Jack Nicholson, das seien echte Männer. Doch Regisseur Francis Ford Coppola hält an ihm fest - und Al Pacino wird über Nacht zum Weltstar. Der Ruhm bricht völlig unerwartet über ihn herein. In den 1980er-Jahren folgt der erste Rückschlag. Der Historienfilm "Revolution" (1985) gerät zum Flop - samt Nominierung für die Goldene Himbeere. Al Pacino zieht sich für fast fünf Jahre aus Hollywood zurück und widmet sich wieder seinen Wurzeln, dem Theater. Der Film "Sea of Love" (1989) läutet sein fulminantes Comeback ein. Für seine Rolle als erblindeter Ex-Lieutenant Colonel Frank Slade in "Der Duft der Frauen" (1992) wird er 1993 bei der siebten Nominierung endlich mit dem Oscar ausgezeichnet. Scheinbar widersprüchlich, auf jeden Fall unberechenbar ist er in der Wahl seiner Rollen: Korruption in der Polizei, Aids-"Krise", Tabaklobby oder Sterbehilfe: Das Repertoire scheint unerschöpflich und Al Pacino ungemein wandelbar. Al Pacino hat den Hollywood-Olymp früh bestiegen, doch in den 50 Jahren seiner Karriere ist er trotz Aufs und Abs nie wirklich ins Bodenlose gefallen. In seiner Hingabe war er immer bedingungslos – seine Rollen füllte er mit unglaublicher Tiefe. Und im heute 80-jährigen Al Pacino steckt immer noch viel vom Feuer und Wahnsinn des jungen Meisterschülers am Theater. Seiner rauen Kindheit, den Verlockungen Hollywoods und allen Widerständen und Konkurrenten zum Trotz ist Al Pacino bereits zu Lebzeiten eine Legende.

 

Pacinos Freund und Biograf Larry Grobel, seine ehemalige Lebensgefährtin und Schauspielkollegin Marthe Keller, Regisseur und Fotograf Jerry Schatzberg sowie Filmkritikerin Mónica Castillo und Schauspielkollege Steven Bauer beleuchten die unterschiedlichen Facetten des Menschen Al Pacino und seiner Schauspielkunst: seinen Aufstieg und Erfolg trotz widriger Bedingungen, die Krisen, Ängste und die Einsamkeit, die ihn stets begleitet haben und die ihn letztendlich zu einem der größten Schauspieler des 20. Jahrhunderts machten.

 

Fotos zur Doku und zur Filmreihe finden Sie hier.

 

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 04. März 2020
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