Zwingli (Max Simonischek, re.) mit Generalvikar Faber (Oscar Sales Bingisser) und Chorherr Hofmann (Andrea Zogg) © ZDF/SRF/C-Films

"Zwingli - Der Reformator": 3sat zeigt Schweizer Spielfilm von Stefan Haupt

Schweiz 2019, Deutsche Erstausstrahlung

1519 wurde Huldrych Zwingli Leutpriester am Zürcher Grossmünster. In flammenden Predigten vertrat er fortschrittliche Ideen, wollte die Angstherrschaft der katholischen Kirche beenden und predigte die Liebe Gottes. Der Schweizer Filmemacher Stefan Haupt verfilmte das Leben und Sterben des Reformators Huldrych Zwingli in seinen Zürcher Jahren von 1519 bis 1531. Der Film kam 2019 zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation in die Kinos. Hauptdarsteller Max Simonischek und Hauptdarstellerin Sarah Sophia Meyer waren im gleichen Jahr für den Schweizer Filmpreis nominiert. 3sat zeigt "Zwingli - Der Reformator" am Freitag, 22. Oktober, um 20.15 Uhr, in deutscher Erstausstrahlung.

Film
Fr 22. Okt
20:15 Uhr

Zürich im Jahr 1519: Die junge Witwe Anna Reinhart (Sarah Sophia Meyer) lebt ein karges Leben zwischen Furcht vor der Kirche und Sorgen um die Zukunft ihrer drei Kinder, als die Ankunft eines Mannes in der Stadt für Aufruhr sorgt: Der junge Priester Huldrych Zwingli (Max Simonischek) tritt seine neue Stelle am Zürcher Grossmünster an und entfacht mit seinen flammenden Predigten heftige Diskussionen. Zwingli ist überzeugt, dass sich die Welt veränderte, wenn alle Menschen die Bibel selbst läsen, statt Anweisungen von der Kanzel zu hören. Also macht er sich mit seinen Gefährten daran, das gigantische Werk auf Deutsch zu übersetzen und neu zu interpretieren. Zwinglis revolutionäre Gedanken machen Anna Angst. Als sie aber beobachtet, wie Zwingli Nächstenliebe lebt und nicht nur predigt, gerät sie mehr und mehr in seinen Bann. Als aus gegenseitiger Sympathie Liebe wird, realisiert Zwingli, dass es nicht reicht, nur die Kirche zu erneuern: Die ganze Gesellschaft muss verändert werden, damit er seine Liebe leben kann, glaubt er. Schließlich wird die Heirat zwischen Anna und Zwingli zur ersten großen Provokation und die Abschaffung des Zölibats zu einem wichtigen Pfeiler seines Reformprojekts. Die Ideen des Reformators haben innerhalb weniger Jahre durchschlagenden Erfolg, entflammen jedoch beinahe einen Bürgerkrieg. Gleichzeitig entbrennt im inneren Zirkel der Bewegung ein Kampf um Macht und Deutungshoheit. Als sich die katholischen Kräfte international zu formieren beginnen, wird die Beziehung von Zwingli und Anna auf eine harte Probe gestellt. 

 

Mit "Zwingli - Der Reformator" erinnert 3sat anlässlich des Reformationstags am 31. Oktober an den Beginn der Reformationsbewegung, die in der Schweiz vor allem von Theologen wie Huldrych Zwingli und Johannes Calvin vorangetrieben wurde.  Am Donnerstag, 28. Oktober, folgt ab 22.55 Uhr das zweiteilige Dokudrama "Flucht im Namen Gottes - Die Hugenotten". Am Freitag, 29. Oktober, zeigt 3sat um 12.10 Uhr die Dokumentation "Gegen Reformation" sowie um 20.15 Uhr die historische Verfilmung "Zwischen Himmel und Hölle".

 

Fotos zum Film "Zwingli - Der Reformator" finden Sie hier.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 23. September 2021
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