Izak Szewelewicz kommt 1945 im Lager Bergen-Belsen zur Welt und wird als Nachkriegswaise zur Adoption nach Israel geschickt © ZDF/SWR/Alon Schwarz

3satDokumentarfilmzeit im September

Immer montags um 22.25 Uhr mit Filmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Im September präsentiert die 3satDokumentarfilmzeit Christoph Hübners und Gabriele Voss' "Nachlass"(Erstausstrahlung, Deutschland 2017), "Aidas Geheimnisse" (Deutschland 2017) von Alon Schwarz, "Die Gentrifizierung bin ich" (Deutsche Erstausstrahlung, Schweiz 2017) von Thomas Haemmerli, die Erstausstrahlung"Die 3 Satelliten" (Deutschland 2019) von Peter Braatz sowie "Der Ost-Komplex" (Deutschland, Ungarn, USA 2016) von Jochen Hick.

3satDokumentarfilmzeit
ab
Mo 02. Sep
22:25 Uhr
Erstausstrahlungen

Wie geht man damit um, wenn man erfährt, dass der eigene Vater am Massenmord an den Juden unmittelbar beteiligt war? "Nachlass - lass nach" schreibt einer der sieben Protagonisten des Dokumentarfilms, Sohn eines SS-Luftwaffen-Offiziers, auf ein Gemälde. Er erzählt, wie er versucht, mit der Familiengeschichte künstlerisch umzugehen. 3sat zeigt den Dokumentarfilm "Nachlass" von Christoph Hübner und Gabriele Voss am Montag, 2. September, um 22.25 Uhr in Erstausstrahlung.

 

Was wäre, wenn alles, was dir über deine Vergangenheit erzählt wurde, gelogen wäre? Was, wenn deine engsten Angehörigen die Wahrheit kennen und sie dein Leben lang vor dir verborgen haben? Izak Szewelewicz kommt 1945 im Lager Bergen-Belsen zur Welt. Er wird als "Nachkriegswaise" zur Adoption nach Israel geschickt. Mit zehn Jahren erfährt er, dass er adoptiert wurde. Izak findet heraus, dass seine leibliche Mutter Aida in Kanada lebt und beginnt weiter nachzuforschen. Der Dokumentarfilm "Aidas Geheimnisse" von Alon Schwarz erzählt am Montag, 9. September, 22.25 Uhr, von Familiengeheimnissen, die in detektivischer Spurensuche aufgedeckt werden.

 

Für "Die Gentrifizierung bin ich. Beichte eines Finsterlings" am Montag, 16. September, 22.25 Uhr, entführt Regisseur Thomas Haemmerli ("Sieben Mulden und eine Leiche") in Weltmetropolen wie Tiflis, São Paulo und Mexiko-Stadt. Sein humorvoller Dokumentar-Essay über Raumgebrauch, Wohnen, Stadtentwicklung, Dichte, Fremdenfeindlichkeit und Gentrifizierung untersucht, warum in den Schweizer Städten Wohnungen so teuer sind, obwohl überall Baukräne stehen. Er fragt selbstironisch und provokant, warum allerorten renoviert wird und die Mieterschaft plötzlich auf der Straße steht. 3sat zeigt den Film als deutsche Erstausstrahlung.

 

Eine Reise durch das deutsche Sprachgebiet, durch die 3sat-Länder Deutschland, Österreich, Schweiz, die sich durch die Montage des Filmemachers Peter Braatz zu einem kunstvollen, assoziativen Mobile entwickelt. Peter Braatz trifft Poeten, Musiker, Kabarettisten, Schauspieler und bildende Künstler - kurz: Wortakrobaten unserer Sprachgemeinschaft, die Kraft ihres Wortes die Welt fassen können. Die Experimental- und Dokumentarfilme des Filmemachers und Musikers Peter Braatz zeichnen sich vor allem durch seine besondere, musikalische Montage aus. 3sat zeigt  "Die 3 Satelliten" am Montag, 23. September, 22.25 Uhr, in Erstausstrahlung.

 

Am Montag, 30. September, 22.25 Uhr, folgt "Der Ost-Komplex" von Jochen Hick. Er erzählt die Geschichte von Mario Röllig, Jahrgang 1967, aus SED-treuem Elternhaus, der heute gefragter "DDR-Zeitzeuge" ist. Er macht Führungen in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, wo er 1987 inhaftiert war. Der ehemalige Kellner am Ost-Berliner Flughafen und spätere Zigarrenverkäufer im West-Berliner KaDeWe hält Vorträge vor Schulklassen, an US-Universitäten sowie vor Parteimitgliedern der CDU, in der er heute selbst Mitglied ist.

 

Alle Fotos zu den Filmen der 3satDokumentarfilmzeit finden Sie hier.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 17. Juli 2019
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