Vom Aussterben bedroht: der Kiebitz. © ZDF/ORF/PKM Fimproduktion/Leander Khil

Braunkehlchen, Kiebitz & Kaiseradler - wie retten wir Österreichs Vogelwelt?

Dokumentation von Mario Kreuzer und Leander Khil

Durch den Verlust von Lebensraum sind viele Feldvögel akut vom Aussterben bedroht. Große Greifvögel werden, trotz erfolgreicher Schutzprojekte, immer noch verfolgt und getötet. Privatpersonen, kleine Initiativen und große Naturschutzorganisationen arbeiten stetig daran, die Vogelvielfalt in Österreich zu erhalten. Die Dokumentation "Braunkehlchen, Kiebitz & Kaiseradler - wie retten wir Österreichs Vogelwelt?" von Mario Kreuzer und Leander Khil, am Montag, 7. September 2020, 20.15 Uhr, in Erstausstrahlung, stellt ihre Arbeit vor und zeigt die gefährdeten Vögel Österreichs und ihre Lebensräume: von den Alpen über Wiesenlandschaften bis zu wilden Seeufern.

Dokumentation
Mo 07. Sep
20:15 Uhr
Erstausstrahlung

In allen Bundesländern Österreichs setzen sich Menschen auf vielfältige Weise für den Schutz der Vögel ein. "BirdLife Österreich" spielt dabei eine zentrale Rolle: Die "Ampelliste" zeigt die Gefährdung der heimischen Brutvögel an. An Citizen-Sience-Projekten nehmen Tausende mit ihren eigenen Vogelbeobachtungen teil und leisten so einen Beitrag zum Vogelschutz. Spezielle Schutzprojekte für das seltene Braunkehlchen zeigen in Tirol und Oberösterreich bereits Erfolge. Im Vorarlberger Rheintal bemüht sich der Naturschutzbund um die letzten Brutpaare von Brachvogel und Kiebitz, und im Schilfgürtel des Neusiedler Sees werden Brutvögel seit Jahrzehnten gezählt und Veränderungen genau dokumentiert.

Besonders heikel ist die Situation der Vogelwelt im Kultur- und Ackerland. Die fortschreitende Intensivierung von landwirtschaftlich genutzten Flächen hat zum Beispiel Grauammer und Rebhuhn an den Rand des Abgrunds gedrängt. In vielen Regionen sind sie bereits ausgestorben. Und auch das Verschwinden der prächtigen Blauracke scheint mittlerweile unausweichlich.

Große Erfolge sind dagegen die selbstständige Rückkehr einst ausgestorbener Greifvögel wie Seeadler und Kaiseradler sowie die Ausbreitung des Rotmilans in Österreich. Um Gefahren für die Adler besser zu verstehen, werden mittels GPS die Bewegungen der Jungvögel aufgezeichnet. Doch Abschuss und Vergiftung von Raubvögeln sind in den östlichen Landesteilen noch immer weit verbreitet.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 06. August 2020
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