Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs erhalten unbedarfte Oberschüler den militärisch sinnlosen Auftrag, eine Brücke in ihrem Heimatort zu verteidigen © ZDF/MDR/Degeto

"Die Brücke" - 3sat zeigt den Antikriegsfilm und weitere Filme anlässlich des Kriegsendes vor 76 Jahren

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Aus diesem Anlass zeigt 3sat den Antikriegsfilm "Die Brücke" sowie die weiteren Nachkriegsproduktionen "Schwarzer Kies", "Der gläserne Turm" und "Armee im Schatten".

Film
Fr 07. Mai
20:15 Uhr

Freitag, 7. Mai, 20.15 Uhr

"Die Brücke"

BRD 1959

Regie: Bernhard Wicki

Im April 1945 geht der Krieg in die letzte Phase. Während die alliierten Truppen auf breiter Front im Vormarsch sind, zieht das Nazi-Regime sein letztes Aufgebot zum "Volkssturm" ein. Darunter befinden sich sieben verblendete Gymnasiasten aus der bayerischen Provinz, deren bisheriges Leben von der NS-Propaganda bestimmt war. Mit bewundernswerter Sorgfalt fängt Bernhard Wicki in seinem Spielfilmdebüt die chaotische Atmosphäre kurz vor der Kapitulation ein. Wie kaum ein anderer Film schafft es dieses Drama mit seinen realistischen Kampfszenen, das Pathos vom heroischen Soldatentod nachhaltig zu demontieren.

 

Sonntag, 9. Mai, 23.10 Uhr

"Schwarzer Kies"

BRD 1961

Regie: Helmut Käutner

In einem Hunsrück-Dorf wird eine US-Militärbasis errichtet. 6000 Soldaten leben nun in der Region. Obwohl niemand sie leiden kann, macht doch jeder sein Geschäft mit ihnen - auch illegal. Erst in den vergangenen Jahren wurde Käutners Film in all seinen Qualitäten und als Zeitdokument neu entdeckt. Meisterhaft gelingt Käutner mittels des Krimi-Genres eine genaue Zeitstudie von Orientierungslosigkeit und Gier im Nachkriegsdeutschland.

 

Sonntag, 9. Mai, 1.00 Uhr

"Der gläserne Turm"

BRD 1957

Regie: Harald Braun

Die Schauspielerin Katja Fleming hat ihren Beruf aufgegeben und den Unternehmer Robert Fleming geheiratet, der alles bekommt, was er will. Doch die Kälte, die Katja in einem modernen, luxuriösen Hochhaus umgibt, macht sie einsam. Da begegnet sie dem Autor John Lawrence, der sie überzeugen will, in seinem neuen Stück aufzutreten. Er macht ihr klar, dass sie ihr Leben in die eigene Hand nehmen muss. Sie willigt ein, und schon bei den Proben blüht sie regelrecht auf. In einer modernen Filmsprache inszenierte Harald Braun einen die Nachkriegszeit und ihr Primat der Wirtschaft entlarvenden Film, der mit Lillli Palmer und O. E. Hasse großartig besetzt ist und sich vom Melodram zum Kriminal- und Gerichtsfilm entwickelt.

 

Sonntag, 9. Mai, 2.45 Uhr

"Armee im Schatten"

Spielfilm, Frankreich 1969

Regie: Jean-Pierre Melville

Während der Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg führt die Résistance einen erbitterten Kampf, bei dem Mitleid - auch untereinander - keinen Platz hat. Besonders einer der Widerstandskämpfer schont weder sich selbst noch Verräter und erst recht keine Besatzer. – Die Hauptrolle in Jean-Pierre Melvilles realistischem Kriegs- und Agententhriller spielt der französisch-italienische Filmschauspieler Lino Ventura.

 

Fotos zu den Filmen finden Sie https://presseportal.zdf.de/presse/nachkriegsfilmehier.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 29. März 2021
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