"Das Geheimarchiv im Warschauer Getto": Abraham Lewin (Actor Wojciech Zielinski) © ZDF/NDR/Anna Wloch

Filme und Dokumentationen zum Internationalen Holocaust-Gedenktag

Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags am 27. Januar und 75 Jahre nach Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau hat 3sat acht Beiträge in seinem Programm – darunter drei Erstausstrahlungen.

Gesellschaft
ab
Sa 25. Jan
19:20 Uhr
Erstausstrahlungen

Zum Auftakt begleitet die 3satKulturdoku "Die Zeugen – Eine Reise zu den letzten Überlebenden des Holocaust"(Erstausstrahlung) von Rouven Rech die Israel-Korrespondentin der "Süddeutschen Zeitung" Alexandra Föderl-Schmid und den Fotografen Konrad Rufus Müller bei der Entstehung ihres gemeinsamen Buches über die letzten noch lebenden Opfer des Holocaust. Die Dokumentation, die 3sat am Samstag, 25. Januar, 19.20 Uhr, ausstrahlt,ermöglicht Einblicke in die Erinnerungswelt der letzten Überlebenden. Synchronisiert ist die Doku von Schauspielerin Iris Berben.

 

Am Montag, 27. Januar, 22.25 Uhr, zeigt die 3satDokumentarfilmzeit "Marceline. Eine Frau. Ein Jahrhundert." (Erstausstrahlung) von Cordelia Dvorák. Die Filmemacherin porträtiert die 1928 in Paris als Marceline Rozenberg geborene Marceline Loridan-Ivens. Als 15-Jährige wird sie mit ihrem Vater nach Auschwitz deportiert. Als dieser ermordet wird, hört sie auf zu wachsen. Sie überlebt. Schockiert von der Mauer des Schweigens bei ihrer Rückkehr stürzt sich in die Pariser Künstlerszene und sammelt erste Erfahrungen beim Film. Bald beginnt sie selbst zu drehen und lernt die Dokumentarfilmlegende Joris Ivens kennen. Er wird ihr Ehemann und sie arbeiten 30 Jahre lang zusammen. Nach seinem Tod kehrt die fast 70-Jährige nach Auschwitz zurück und dreht ihren ersten Spielfilm. Marceline Loridan-Ivens starb im Herbst 2018.

 

Sechs Millionen Juden wurden im Holocaust ermordet. 1945 schien es undenkbar, dass es in Deutschland je wieder jüdisches Leben geben könnte. Dennoch entwickelte es sich: und nicht nur in West-, sondern auch in Ostdeutschland. Doch wie frei waren Jüdinnen und Juden in der DDR, und wie ging der SED-Staat mit den Überlebenden um? Die Dokumentation "Schalom Genossen – Juden in der DDR" (Erstausstrahlung) stellt am Mittwoch, 29. Januar 2020, 20.15 Uhr, das ambivalente Verhältnis zwischen Menschen jüdischen Glaubens und der DDR dar.

 

Weiter zeigt 3sat am Dienstag, 28. Januar, um 20.15 Uhr den Spielfilm "Das Tagebuch der Anne Frank" und im Anschluss, um 22.20 Uhr, die Dokumentation "Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto". Am Mittwoch, 29. Januar, 11.15 Uhr, erzählen in "Die letzten Zeugen, Leben nach der Shoah" fünf Überlebende über ihr Leben – im KZ und nach der Befreiung. Um 21.00 Uhr, macht sich die Reportage "Schluss mit Schuld? Was der Holocaust mit mir zu tun hat"auf die Suche nach dem "Wie?" und "Warum?" von Erinnerungskultur. Und um 22.25 Uhr erzählt der Spielfilm "Die Fälscher" von der größten Geldfälschungsaktion aller Zeiten: Im Zweiten Weltkrieg mussten KZ-Häftlinge massenweise Blüten für die leere deutsche Kriegskasse drucken. Der Film mit Karl Markovics, August Diehl und Devid Striesow wurde 2008 mit dem Oscar als "Bester fremdsprachiger Film" ausgezeichnet.

 

Fotos zur den Sendungen finden Sie hier.

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Mainz, 25. Januar 2020
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