Seit Jahren gehen Treibhausgasemissionen und Energieverbrauch nicht weiter zurück © dpa/Patrick Seeger

makro: Grüne Geschäfte

Das 3sat-Wirtschaftsmagazin über Nachhaltigkeit als PR-Strategie

Plastikfrei, E-Auto und Fair Fashion: Umweltschutz hat momentan überall Vorfahrt. Doch steckt da wirklich mehr dahinter als nur eine kluge PR-Strategie? Das 3sat-Wirtschaftsmagazin "makro" fragt in seiner Sendung "Grüne Geschäfte" am Freitag, 30. August, um 21.00 Uhr, was hinter dem schönen Schein der Nachhaltigkeit steckt. Die Sendung wird live moderiert von Eva Schmidt. 

Wissen
Fr 30. Aug
21:00 Uhr
Erstausstrahlung

Während noch auf politischer Ebene um Umweltfragen gerungen wird, sind Industrie, Handel und Verbraucher schon einen Schritt weiter? Erleben wir tatsächlich einen strukturellen Umbau unserer Wirtschaft oder soll ein bisschen "grüner Anstrich" nur die Umsätze ankurbeln?

Die Realität in Deutschland sieht nämlich wenig nachhaltig aus: Seit Jahren gehen Treibhausgasemissionen und Energieverbrauch nicht weiter zurück, die Mobilität ist weiter stark auf das Auto ausgerichtet und der Verbrauch an Flächen für Siedlungen und Verkehr ist noch immer viel zu hoch.

Der Weg zu echter Nachhaltigkeit in Produktion und Konsum ist in Wirklichkeit also weitaus schwieriger, als manche Marketing-Strategie es verspricht. Regionales zu kaufen, heißt nicht unbedingt, CO2 zu reduzieren. Denn wenn hinter der Auslieferung regionaler Produkte eine komplizierte Logistik steht, nutzen auch kurze Wege nicht viel. Textilrecycling ist gut, aber Modefirmen bringen mittlerweile alle paar Wochen neue Kollektionen heraus, und die Tragezeit der Textilien hat sich in den vergangenen 15 Jahren halbiert. Jeder Laden bietet heute Bioprodukte an, aber gleichzeitig wirft die Entwicklungshilfeorganisation den deutschen Supermarktketten vor, nicht genug gegen Menschenrechtsverletzungen bei der Produktion ihrer Waren zu tun.