Die großen Pharmaunernehmen beziehen ihre Wirkstoffe von wenigen Zulieferfirmen © dpa/Hans-Jürgen Wiedl

makro: Knappe Medikamente

Das 3sat-Wirtschaftsmagazin über die komplexen Lieferketten der Pharmaindustrie

Lieferschwierigkeiten bei lebenswichtigen Medikamenten – keine Neuigkeit. Schon seit Jahren kommt es in regelmäßigen Abständen immer wieder dazu, dass Apotheker den Patienten Medikamente nicht aushändigen können. Gibt es Lösungen für dieses massive Problem? Dieser Frage geht das 3sat-Wirtschaftsmagazin "makro" in seiner Sendung "Knappe Medikamente" am Freitag, 28. Februar, um 21.00 Uhr nach. Die Livesendung wird moderiert von Eva Schmidt.

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Fr 28. Feb
21:00 Uhr
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Wenn Schmerztabletten in der Apotheke nicht verfügbar sind, ist das teilweise noch verkraftbar. Lebensbedrohlich kann ein Engpass für Menschen werden, die herzkrank sind, an Krebs, Diabetes oder Niereninsuffizienz leiden. Der Medikamentenmarkt ist ein globaler Markt. Die großen Pharmaunternehmen beziehen die Wirkstoffe für die Medikamente überwiegend von nur wenigen Zulieferfirmen meist aus Asien. Kommt es dort zu einem Problem, etwa einer Wirkstoffverunreinigung, wie beim Blutdrucksenker Valsartan, müssen ganze Chargen vom Markt genommen werden – und das weltweit.

Die globalen Logistikketten sind durch die Konzentration auf nur wenige Zulieferer höchst anfällig geworden. Das zeigt auch das Beispiel mit Ibuprofen. 2019 brannte die Fabrik eines Zulieferers ab. Das Mittel wurde in deutschen Apotheken knapp, es war sogar zeitweise über Wochen nicht mehr erhältlich. Verschärft wird die Situation dadurch, dass Medikamente ins Ausland exportiert werden.

 

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3sat Presseteam

Maja Tripkovic
tripkovic.mwhatever@3sat.de
Mainz, 17. Januar 2020