Georg Kling und Zoé beim Malen © ZDF/SRF

Trinkerkinder – Der lange Schatten alkoholkranker Eltern

Ein Film von Ursula Brunner

Was bedeutet es für ein Kind, mit alkoholkranken Eltern aufzuwachsen? Und wie stehen die Chancen, dem Teufelskreis von Sucht und Abhängigkeit zu entkommen? Ausgehend von der persönlichen Geschichte der Autorin Ursula Brunner geht "Trinkerkinder – Der lange Schatten alkoholkranker Eltern" der Frage nach, was für Auswirkungen eine Kindheit im Schatten des Alkohols auf das Leben der Betroffenen und die nachfolgende Generation hat. 3sat zeigt die Schweizer Dokumentation am Mittwoch, 1. April, um 20.15 Uhr.

Dokumentation
Mi 01. Apr
20:15 Uhr

Kinder von alkoholkranken Elternteilen kämpfen seit frühster Kindheit für Normalität innerhalb ihrer Familie. Sie kümmern sich um die abhängige Mutter oder den abhängigen Vater und versuchen, sie vom Trinken abzuhalten. Immer sitzt ihnen die Angst im Nacken, jemand könnte es merken und sie ins Heim stecken. Sie haben Schuldgefühle oder werden aggressiv, haben Probleme in der Schule oder werden selbst suchtkrank – auch das ist ein einziger und oft missverstandener Hilfeschrei in einem gesellschaftlichen Umfeld, geprägt von Hilflosigkeit, Wegschauen und Schweigen.

 

"Trinkerkinder - Der lange Schatten alkoholkranker Eltern" befasst sich mit mit dem Schicksal der schwächsten Betroffenen der Volkskrankheit Alkoholismus. Sie stellt die zwölfjährige Nina vor, die nach dem Tod ihres alkoholkranken Vaters versucht, in der Praxis des Therapeuten Georg Kling wieder Boden unter den Füßen zu bekommen. Außerdem zeigt der Film den Leidensweg der 58-jährigen Monika, die sich heute von den Folgen einer Kindheit voller Gewalt und Entbehrungen befreit hat. Und er begleitet die 17-jährige Magda-Lena, die nach einem Irrweg von Heim zu Heim fern von ihrer alkoholkranken Mutter ihre Chance am Schopf packen muss. Der Film von Ursula Brunner thematisiert die Kollateralschäden des legalen Genussmittelkonsums und konfrontiert die Zuschauerinnen und Zuschauer mit einer aktuellen helvetischen Problematik, deren Opfer immer noch stigmatisiert werden. Wie stehen die Chancen für Betroffene, der Spirale der Sucht zu entkommen, wenn sie bereits in der Kindheit folgenschweren Traumata physischer und psychischer Natur ausgesetzt wurden? Was bedeutet es für ein Kind, mit alkoholkranken Eltern aufzuwachsen? Und wie stehen die Chancen, dem Teufelskreis von Sucht und Abhängigkeit zu entkommen? Der Film zeigt aus Sicht der Betroffenen Wege aus der Familienkrankheit Alkoholismus.

 

Im Anschluss um 21.05 Uhr zeigt 3sat mit "Leben nach den Drogen - Narcotics Anonymous" eine weitere Doku aus der Schweizer Reihe "SRF DOK". Die Reihe pflegt die lange Form, den zweiten Blick hinter die Nachrichtenaktualität. Geschichten, so einzigartig wie das Leben, hautnah erzählt – das ist "SRF DOK".

 

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ZDF
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3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 14. Februar 2020
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